Custom ROMs installieren

Redaktion 9. Oktober 2011 3 Kommentar(e)

Installation der ROMs – Allgemeines

Der Ablauf der Installation beider ROMs, sowie sämtlicher anderer Custom ROMs ist grundsätzlich gleich, dennoch gibt es von Gerät zu Gerät und von ROM zu ROM feine Unterschiede.

ACHTUNG!
Der Autor und der Verlag weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, keine Haftung für Schäden, die aus der Anwendung der nachfolgenden Anleitungen resultieren, zu übernehmen.

 

1. Backup der Daten

Bevor Sie mit der Installation eines Custom Roms beginnen, sollten Sie ein Backup Ihrer Daten erstellen. Eine empfehlenswerte App dafür ist Titanium Backup.

Bevor Sie mit der Installation eines Custom Roms beginnen, sollten Sie ein Backup Ihrer Daten erstellen. Eine empfehlenswerte App dafür ist Titanium Backup.

Zunächst einmal sollte man seine Daten sichern. Dabei empfiehlt es sich, die Kontakte, den Kalender und die Mails mit Google, Microsoft Exchange oder einem anderen Online-Account zu synchronisieren und auf diese Weise ein Backup zu erstellen. Um weitere Daten und Einstellungen, wie SMS oder Favoriten zu sichern, bieten sich Apps wie z.B. Titanium Backup oder der Astro File Manager an. Auf jeden Fall sollten auch die Daten von der Micro SD Karte auf den PC gesichert werden. Im Anschluss sollte die Speicherkarte formatiert werden, andernfalls könnte es zu Komplikationen kommen.

Hier können Sie Titanium Backup Pro herunterladen.

Hier können Sie Titanium Backup Pro herunterladen.

Hier können Sie den Astro File Manager herunterladen.

Hier können Sie den Astro File Manager herunterladen.

 

 

 

 

 

 

2. Rooten des Smartphones

Als nächstes sollte man sich vergewissern, dass man Root-Rechte besitzt. Ist dies nicht der Fall, so muss man sein Gerät zuvor rooten. Entsprechende Anleitungen für das Samsung Galaxy S2, das HTC Desire und das Wildfire finden Sie auf www.androidmag.de. Anleitungen für weitere Geräte gibt es im Forum der XDA Developers oder in anderen Online-Foren.

3. „Hacken“ des Bootloaders

Der nächste Schritt ist das Entsperren des Bootloaders. Dieser wird beim Einschalten des Smartphones aktiviert und lädt in weiterer Folge den Android Kernel, also das Grundkonstrukt des Betriebssystems. Vergleicht man das Handy mit einem PC, würde sich der Bootloader zwischen dem BIOS und Windows befinden, und wäre für den Start des Betriebssystems verantwortlich. Die meisten Smartphone-Hersteller sperren diesen Bootloader, um die Installation von Custom ROMs zu verhindern. Immerhin würden ja durch Custom ROMs auch die Hersteller-eigene Oberfläche und das Branding des Mobilfunkanbieters entfernt.
Wenn wir den Vergleich zwischen Smartphone und PC noch einmal strapazieren möchten, so wäre dies, als könnte man auf einem PC nur ein einziges Betriebssystem installieren. Einige Hersteller (Google, bald auch HTC) haben auf die Forderungen der Community reagiert, verzichten auf diese Barriere und vereinfachen somit das Aufspielen von Custom ROMs beträchtlich. Eines sollten Sie aber bedenken: Bei den Geräten anderer Hersteller führt das Entsperren des Bootloaders vorerst noch zum Verlust der Herstellergarantie!

4. Alternatives Recovery

Befindet man sich erst mal im Bootloader, muss im nächsten Schritt ein erweitertes Recovery-Programm auf dem Smartphone installiert werden. Mithilfe dieses Systemprogramms kann man grundlegende Systemeingriffe vornehmen, wie das Zurücksetzen des Smartphones, das Erstellen von Backups, aber auch das Flashen, also das Installieren von Custom ROMs.

5. Endlich, das neue ROM

Schlussendlich wird das eigentliche ROM auf das Smartphone aufgespielt und vom internen Speicher hochgefahren.
Wir zeigen die Installation der beiden ROMs in der Folge am Beispiel eines Google Nexus S. Bei anderen Modellen funktioniert dieser Vorgang ähnlich. Das Aufspielen von Custom ROMs ist ein tiefer Eingriff in den Bootloader Ihres Smartphones (vergleichbar mit einem BIOS-Update am PC), daher ist äußerste Vorsicht geboten.  Halten Sie sich penibel an die folgenden Anweisung, damit Sie Ihr Gerät nicht „bricken“. Darunter versteht man die Beschädigung des Systems bzw. der Hardware, was den recht zweifelhaften Vorteil mit sich bringt, einen wertvollen Briefbeschwerer sein eigen nennen zu können. Vergewissern Sie sich zudem, dass der Akku des Handys vor dem Start der Prozedur mindestens zur Hälfte gefüllt ist.

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