EU schafft Roaminggebühren ab

Redaktion 17. Juni 2013 1 Kommentar(e)

In 27 Länder zu einem einheitlichen Preis telefonieren? Hört sich toll an, die EU soll den Entwurf bereits durchgewunken haben. In Zukunft könnten wir also ohne Roaminggebühren in alle Länder der EU telefonieren.

Schockierende Handyrechnungen für Urlauber und Geschäftsreisende sollen bald der Vergangenheit angehören. Telefonieren, SMS schreiben und Internetsurfen mit dem Telefon wird zukünftig in der EU um einiges billiger werden. Dies behauptet zumindest die englische Tageszeitung „The Telegraph“. Laut eigenen Aussagen liegen ihr derartige Pläne vor. Die EU soll die Entwürfe bereits abgesegnet haben. Ab 1. Juli 2014 sollen sie in Kraft treten. Offizielle Details werden in den nächsten sechs Wochen folgen.

Weniger Anbieter, mehr Einfluss

Die Änderung zielt darauf ab, einen massiv verkleinerten Mobilfunkbetreiber-Markt zu erreichen. Weniger Anbieter, aber dafür können diese stärker in und mit der EU operieren. Teure Investitionen seien notwendig, um das 4G-Netz auszubauen. Die Anlagen sollen auch den steigenden Internet-Traffic in den Griff bekommen. Denn es besteht die Angst, dass ohne diese Anlagen die Telefonnetze zusammenbrechen werden.

Daheim oder im Ausland, telefonieren soll überall gleich kosten. (Quelle: telegraph.co.uk)

Daheim oder im Ausland, telefonieren soll überall gleich kosten. (Bildquelle: telegraph.co.uk)

Die dafür zuständige EU-Kommissarin heißt Neelie Kroes. Sie verweist auf den europäischen Binnenmarkt. Dessen Grundgedanke liegt nämlich darin, dass die Landesgrenzen keine Kosten mehr für Firmen und Verbraucher verursachen sollen. Höhere Telefongebühren passen da nicht hinein. Die EU-Kommission weist darauf hin, dass bei Auslandsanrufen Mehrkosten anfallen können. Diese seien aber technisch bedingt und würden sehr gering sein.

Wir sind gespannt, wie sich die Entwürfe auf den Markt auswirken werden, und ob wirklich alles Gold ist, was glänzt. Die kommenden Wochen werden nähere Informationen preisgeben.

Was denkt ihr wie sich der Markt entwickeln wird?

Quellen: Standard, Telegraph 

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